Tagebuch

Warum 12:50 Uhr?

Was spricht gegen die Änderung des Schulschlusses am RMG auf 12:55 Uhr? Ein Kommentar von einem unmittelbar Betroffenen, der nun 45 Minuten später daheim ankommt.


Seit 4 Jahren dauert am RMG die 6.Stunde nur noch 5 Minuten und die erste Pause wurde um 5 min. auf 15 Min. gekürzt. Grund waren die Abfahrtszeiten der Züge in Richtung Kaufering. Jetzt ist der Zug in Richtung Augsburg mit Abfahrt um 12:53 Uhr betroffen, der bisher immer erreicht wurde. Jahrelang profitierten Schüler*innen von der fahrplanänderung, die zwar nicht den Anlass für die Änderung der Schulzeiten gegeben hatte, aber doch zahlreichen Schüler*innen eine angenehme Heimreise ermöglichte. Der nächste Zug fährt erst um 13:28, ist überfüllt und braucht 15 min. länger als der 12:53 Zug.

 

Das einzig nachvollziehbare Argument der Schulleitung ist die bayerische Schulordnung, in der festgeschrieben ist, dass eine Schulstunde 45 Minuten dauert. Doch 4 Jahre lang war das allen am RMG egal. Woher kommt also jetzt auf einmal diese Regeltreue? Denn Regeltreue wird am RMG doch sowieso nicht groß geschrieben. Oder hat jemand schon einmal etwas von der Verfassungsviertelstunde mitbekommen, die gesetzlich vorgeschrieben ist? Das Argument ist also nachvollziehbar, stellt aber keinen hinreichenden Grund für die Verlängerung der 6.Stunde dar.

Desweiteren wird von 41 Betroffenen gesprochen. Wie diese Zahl zustande gekomme ist, wurde jedoch nicht genannt. Als Betroffener weiß ich aber, das mindestens 47 Personen auf den Zug Richtung Augsburg angewiesen sind. Ausgenommen die S-Bahnpendler*innen und übrigen Schülergruppen, die in Geltendorf aussteigen. 

Die Reisenden nach Geltendorf steigen nun alle auf einen, kleinen Bus um, der um 13:00 in St.Ottilien abfährt. 

Es sind also nicht wenige, sondern viele Schüler*innen betroffen.

 

Der Bus, der nun als überfüllte Alternative angeboten wird, kommt nach Plan um 13:05 in Geltendorf ab, wo der Zug nach Kaufering um 13:08 abfährt. Diese 3 Minuten Umstiegszeit sind knapp. Aber scheinbar sind diese 3 Minuten weniger knapp, als die drei Minuten von 12:50 bis 12:53, die laut Schulleitung nicht ausreichen würden um den Zug in St. Ottilien zu erwischen. Hier ist ein Argumentationsfehler.

Natürlich sind sowohl die 3 Minuten in Ottilien wie auch in Geltendorf zwar realistisch, aber doch ist ein Erreichen der Züge nicht garantiert.

Weitere Folgen der neuen Regelung sind eine Verkürzung der Mittagspause auf 35 Minuten statt wie anderswo 45 Minuten und eine genauso kurz bleibende erste Pause mit 15 statt 20 Minuten.

 

Von dieser Regelung profitiert also niemand, lediglich der Schulordnung, die auch sonst nicht so eng ausgelegt wird - siehe Verfassungsviertelstunde - wird Genüge getan. Die einzige Hoffnung, die bleibt: vielleicht ändert sich der Fahrplan der BRB ja wieder.