Tagebuch

Schulparlament - Kommentare

Noch vor drei Wochen war das RMG im Planspielfieber gefangen. Was aus den Ergebnissen geworden ist? Bleibt noch offen. Trotzdem blicken wir nun in einigen Kommentaren auf diese 2 Tage zurück.


Nach einigen Interviews mit Lehrkräften, die die Aufsicht während dieses Planspiels haben, wird sehr schnell klar, dass die meisten von ihnen (vor allem am Anfang) wenig bis keine Ahnung haben, worum es dabei eigentlich geht, sofern sie keine Gesellschaftswissenschaften unterrichten. Diese Lehrkräfte, die sich im Zweistundenrhythmus mit der Aufsicht und geringem Hintergrundwissen über das Planspiel abwechseln (teilweise ohne, dass sie vorher Bescheid wussten, dass sie für Aufsicht eingeteilt waren), finden die Idee des Planspiels generell gut. 

Dass Demokratie ein wichtiger Stellenwert ist, ist selbst ihnen klar, doch einen höheren Sinn oder Wert scheinen sie in diesem Planspiel nur teilweise zu sehen. Nachdem auch die meisten Mitglieder der unterschiedlichen Gremien eher weniger als mehr aktiv an der ganzen Aktion beteiligt sind, scheint auch der Mehrwert dieses Planspiels gering zu sein.  

Im Weiteren bleibt abzuwarten, ob sich die Informationslage der verantwortlichen Lehrkräfte noch verbessert wird oder, ob sie weiterhin konstant bleibt. 

Kommentar aus dem Pressgremium, Rückblick auf Donnerstag


 

Ich als Pressemitglied habe mitbekommen, dass viele der Gremiumsmitglieder anfangs und auch fortwährend Angst davor haben, das Wort zu erheben. Meiner Meinung nach zeigt dieses Verhalten genau, wie schlecht unsere Leistungsgesellschaft ist. Selbst in einer offenen Diskussion, wo eigene Meinung erwünscht ist, haben viele Gremiumsmitglieder Scheu, ihre Meinung preiszugeben, da sie Angst haben, bewertet zu werden.  Dieses Miterleben hat mir noch einmal besonders gezeigt, wie wichtig eine Änderung und Modernisierung des Schulsystems und der Leistungsgesellschaft ist und ich hoffe sehr, dass dank des Schulparlaments ein Lösungsansatz für dieses Problem gefunden wird. 

Kommentar aus dem Pressegremium


In Sankt Ottilien sitzen sie
in Klassenräumen vollgequetscht
manche reden überzeugt und manche
starren auf ihr IPad
Die zwei mal sechs Gremien,
schön in Ober- und Mittelstufe aufgeteilt
haben alle richtig viel Arbeit.
Sind Exen besser mit Vorwissen oder
stresst es die Schüler, wer soll das wissen?
Es wird diskutiert, fleißig notiert,
Sitzungen formell und informell
erfolgen produktiv und schnell -
da fragt man sich doch,
wird das was bringen,
wird dieses Projekt wie erhofft gelingen?
da der gestrige Arbeitstag anstrengend war
sind heute deutlich weniger Schüler*innen da
Fast ein Viertel aller wurde ausgeknockt
das hat alle sehr geschockt

doch trotzdem wurde aufgestockt:
neue Ideen, alte verbessern,
Gespräche mit den Pressesprechern
Interviews hier, Abstimmung da,
Es Läuft!
,
so schreibt der Schulleiter
Das krönende Ende nähert sich schnell
die Aufregung aller, ist strahlend hell.
Lasst uns nun sehen,
was die Ergebnisse zeigen
und unser Ziel gemeinsam beschreiten.