Tagebuch

12:55 Uhr - alles normal?

Wie steht es um den späteren Schulschluss? Wie hat sich die Situation entwickelt? Beobachtungen aus Schülersicht.

Jetzt sind schon einige Monate ins Land gegangen, seit die Schulleitung die 6. Stunde um 5 Minuten auf 45 Minuten verlängert hat. Und man könnte meinen: Mit der Zeit wächst Gras über die Sache, die die Schülerschaft im vergangenen Schuljahr sogar zu einer Petition bewegt hat.

Wer aber an einem Freitagmittag das Treiben in der Aula und auf de großen Treppe beobachtet, der wird feststellen, dass längst nicht alles normal ist. Horden von Schüler*innen stürmen ohne Rücksicht auf Verluste durch die Pausenhalle und sprinten die Treppe hoch - in der Hoffnung, noch einen der begehrten Sitzplätze im Bus nach Geltendorf zu ergattern oder vielleicht doch noch die BRB zu erreichen, um nicht erst um kurz vor 15 Uhr daheim zu sein.

Wer nach Geltendorf muss, kann sich entweder in das Gemetzel um einen Platz im Bus werfen oder auf die hoffentliche Verspätung der BRB Richtung Augsburg vertrauen und mit hundert anderen erwartungsvoll zum Bahnhof sprinten.

Wer ebendorthin muss - also Richtung Augsburg - dem bleibt nur die Chance rücksichtslos zum Bahnhof zu rennen so schnell es geht. Vielleicht fährt der Zug ja doch nicht um 12:53 Uhr sondern erst 2 Minuten später. Aber Obacht: Verpasst man die BRB und will nun doch den Bus nach Geltendorf nehmen - keine Chance mehr, zu überfüllt.

Wer erst um 12:56 rausgelassen wird, kann eh alles vergessen, die Schlacht ist schon geschlagen und alle Hoffnung, früher nach Hause zu kommen, gestorben.